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Das Projekt Küchen-Makeover ist endlich geschafft!

Auch wenn unsere Küche für jeden Betrachter immer “wie neu” aussieht: sie hat mittlerweile 13 Jahre auf dem Buckel! Und wer mich kennt, weiß: ich brauche ab und zu (ok, auch mal öfter) eine Veränderung. Das Projekt Küchen-Makeover stand schon lange auf meiner To-Do-Liste und wurde in diesem Jahr endlich in Angriff genommen. Da die Küche trotz ihres Alters immer noch voll funktionstüchtig ist, haben wir uns GEGEN den Kauf einer Neuen und FÜR den Erhalt der alten Küche entschieden. Diese Entscheidung schonte auch ganz nebenbei unser Portemonnaie und ist zudem definitiv die nachhaltigere Variante- es muss eben nicht immer neu sein!  Heute erfahrt ihr mehr über die Küchen-Baustelle, ihr findet Vorher-Nachher-Bilder, Bilder des Grauens während der Baustelle und eine von Vielen gewünschte Einzelpreisaufstellung. Viel Spaß beim Lesen und Inspirierenlassen!

Bestandsaufnahme und Vorher-Bilder

Aller Anfang ist die Bestandsaufnahme:

  • Was will man genau ändern?
  • Was soll das Projekt maximal kosten? (Welche Investition lohnt sich noch bei einer älteren Küche?)
  • Welche Gewerke oder Hersteller benötige ich?
  • Wenn ich Schränke entferne (bei uns die Oberschränke!): wie und wo bekomme ich meine Küchenutensilien unter?
  • Kann ich evtl. alte Schränke noch verkaufen und wenn ja, wo?

Wir wussten genau im Vorfeld, was uns im Speziellen an der Küche nicht mehr gefiel. Ich fasse einmal kurz zusammen, welchen Plan wir uns überlegt hatten:

die Fronten der Küche sollten eine neue Farbe erhalten, die Oberschränke und der monströse Eck-Rollschrank sollten durch offene Regale ersetzt werden. Außerdem wollten wir die Arbeitsplatte und die Spüle erneuern. Wir haben uns zudem entschieden, die Terrakotta-Fliesen durch Betonoptik-Fliesen zu ersetzen- allerdings spielt das hier bei der Kalkulation und dem Projekt “Küchen-Makeover” nur eine untergeordnete Rolle.

Step 1

Auf die Erneuerung der Bodenfliesen gehe ich nur kurz ein, da sie bei einer Küchenrenovierung nicht unbedingt eine Rolle spielen. Also: der alte Boden musste raus. Ich konnte diese orangen Terrakotta-Fliesen nach 13 Jahren einfach nicht mehr sehen. Da wir bereits wussten, das die Küche weiße Fronten erhält, haben wir uns in Küche und Hausflur für Fliesen in Beton-Optik entschieden. Und wir sind mega happy damit! Auch wenn es ein wenig Aufwand und eine ordentliche Portion Baustaub bedeutete. Aber seht selbst:

Wir haben uns dazu entschieden, die Fliesen um die Küche zu legen und diese nicht abzubauen. Die Größe des Raumes gibt fast keine andere Möglichkeit des Küchenaufbaus- also wird irgendwann auch eine neue Küche in entsprechender U-Form geplant. Aber das muß natürlich jeder für sich entscheiden!

Folgende Arbeiten sind beim Fliesentausch notwendig gewesen: alte Fliesen raus, vorher UNBEDINGT eine Staubschutzwand einziehen ( vor allem, wenn man wie wir einen offenen Wohn- und Essbereich hat!), Estrich glatt ziehen und ausbessern, neue Fliesen Probelegen und dann final verlegen. Wir haben einen örtlichen Betrieb mit den Aufgaben beauftragt und sind sehr zufrieden.

Wer sich für die Fliesen interessiert: hier habe ich euch unsere Feinsteinzeug-Fliese in Betonoptik verlinkt Gepadi Fliesen

Step 2

Als nächstes haben wir uns von beiden Oberschränken und dem Eck-Rollschrank getrennt. Alle drei Elemente haben wir über Ebay Kleinanzeigen verkauft. Wie man auf den Bildern sieht, hatten wir zum Zeitpunkt des Hauskaufs noch einen gewissen Hang zu kräftigen Farben. Es musste also schnellstens gemalert werden;-)) Hier haben wir uns für ein zartes Grau entschieden. Die Farbe ist grundsätzlich abwaschbar (lasst euch da im Fachhandel einfach mal beraten!), wir bekommen aber noch zusätzlich eine sogenannte Elefantenhaut. Das ist ein transparenter Schutzlack, der über die Farbe im unteren Wanddrittel gestrichen wird.

Die Inhalte der Schränke haben wir auf die Schubladen verteilt, in Flohmarktkisten verstaut und verschenkt. Ausmisten macht mir persönlich ja besonders viel Spaß- man sammelt einfach viel zu viel unnützes Zeug an! Einziehen durften dann noch diese schönen Regale von Ikea. Da mich immer sehr viele Fragen dazu erreichen, habe ich sie euch verlinkt  Ikea Wandregal

Hier ein weiterer Vorher-Nachher-Vergleich in Bildern. Allerdings noch mit den alten Fronten und der vorherigen Arbeitsplatte. Ich finde, die Küche wirkt an diesem Punkt schon viel größer und moderner. Was meint ihr?

Step 3

Wir haben bereits vor vielen Jahren die Wandfarbe (ihr erinnert euch, sie war damals ORANGE!!) der Küchenfarbe angepasst. Das war für uns damals einfach die optimale Lösung und uns hat die einheitliche Farbgestaltung auch lange sehr gut gefallen. Nun wollten wir es aber ein wenig moderner: keinen Spritzschutz mehr hinter dem Herd, weiße Fronten, weißes Spülbecken, helle Arbeitsplatte.

Aber fangen wir mal bei den Fronten an.

Fronten streichen? Eher schlecht bis unmöglich, da wie Hochglanzfronten besitzen.

Fronten austauschen? Puh, bei den Preisen schlackern euch die Ohren! Dann wäre auch eine neue Küche drin gewesen;-)

Also, was tun? Folieren war für uns die einzige und sinnigste Option. Also machte ich mich auf die Suche nach passendem Material und einer entsprechenden Firma, die die Folien verarbeiten kann. Natürlich kann man das auch selber machen. Aaaaabeeeer, auf einer Hochglanzfront ist das äußerst tricky! Und uns fehlt einfach die Zeit, uns zwei Wochen nur darum zu kümmern (und so lange hätte es bei uns zwei Strategen wahrscheinlich mindestens gedauert;-)). Außerdem wollten wir beide einer handfesten Ehekrise aus dem Weg gehen;-)

Viele Firmen gibt es in Deutschland nicht, die diese Arbeiten durchführen. Und dann soll es ja auch kein Vermögen kosten!

Auf meiner Suche bin ich im WorldWideWeb auf Herrn Parusel gestoßen. Herr Parusel betreibt das Ein-Mann-Unternehmen Folien-Solution Seine Qualifikation und die Referenzen konnten sich sehen lassen. Schnell wurden wir uns also über Ausführung und Preis einig. Und tadaaaa: besser geht es nicht. Bis heute hat sich keine der Folien an irgendeiner Stelle zusammengezogen und wir sind mega happy mit dem Ergebnis. Zur Vorgehensweise:

  1. alle Griffe und Fronten (inkl. Verblendungen) werden abmontiert
  2. alle Flächen werden gereinigt
  3. Folien werden zugeschnitten und anschließend auf die Fronten geklebt
  4. die Kanten und Ecken werden nicht “rübergezogen” sondern zugeschnitten

Hier ein paar Nahaufnahmen und ein nochmal ein Bild, in dem man den doch deutlichen Farbunterschied sehen kann.

Step 4

Final mussten nun “nur noch” die Arbeitsplatte und die Spüle ausgetauscht werden. “Nur noch” soll heißen: wer sich für einen Tausch entscheidet, sollte genug Vorlaufzeit einkalkulieren. Wir haben beides in einem örtlichen Küchenstudio bestellt und mussten ca.8 Wochen Lieferzeit einplanen.

Sowohl die Arbeitsplatte (Endgrain Oak Nachbildung) als auch die Spüle (Nobilia Hausmarke Systemceram, Modell Mera57, Keramik Grönland) sind von er Firma Nobilia Küchen Da unsere Küche ebenfalls von Nobilia stammt und wir sehr zufrieden sind, haben wir uns für den gleichen Hersteller entschieden. Bei der Spüle haben wir uns wieder für ein Keramikwaschbecken entschieden, denn auch damit haben wir nur gute Erfahrungen gemacht.Die neue Spüle ist grundsätzlich etwas größer, aber dafür ohne Abtropffläche. Wir haben uns in dem Fall für mehr Arbeitsfläche entschieden und bereuen es keinen Moment.

Wir sind jedenfalls mit dem Kauf super happy! Aber seht selbst:

 

Preisübersicht

Nachdem ich ganz viele Nachrichten und Anfragen zum Thema Preise von euch bekommen habe, folgt hier nun eine grobe Übersicht.

  • Folierung inklusive Anreise und Arbeitslohn 1.300 EUR
  • Arbeitsplatte und Spüle 1.000 EUR
  • Wandfarbe und Malerarbeiten 300 EUR
  • Verkauf von Schränken und Spüle 450 EUR

Nettoinvestition 2.150 EUR

Bitte beachtet, das die Preise je nach Größe von Küche und Arbeitsplatte und Anzahl der Schränke abweichen können! Wie ich im Text vorher bereits erwähnt habe, ist hier der Preis von den Fliesenarbeiten nicht enthalten, da er nicht zur eigentlichen Küchenrenovierung gehört.

Wir ziehen Bilanz:

wir sind mit der Entscheidung endlos zufrieden und können nur jedem raten, der eine halbwegs funktionierende Küche hat: Erneuern statt Neukaufen. Das schont nicht nur extrem das Portemonnaie, sondern auch die Umwelt.

Apropos: einen Teil der alten Küchenarbeitsplatte haben wir von den Schreinern des Küchenstudios zuschneiden lassen und nutzen sie nun weiter als Ablage auf Waschmaschine und Trockner.

Ich liebe es ja , Räume einem Makeover ein neues Gesicht zu verleihen. Wie wir Marvins Balkon im letzten Jahr verschönert haben, könnt ihr hier zum Beispiel hier nachlesen.

Ich danke euch für euer Interesse und fürs Lesen.

Habt ihr weitere Anregungen und Wünsche für Blogartikel, dann lasst es mich gerne via Email oder hier in den Kommentaren wissen.

Eure Miri